rPET in Lebensmittelverpackungen

Bis vor kurzem wurde rPET meistens für Non-Food-und Erzeugnisse ohne Getränkeinhalt verwendet. Allerdings wurden nun neue, „supercleane“ Technologien entwickelt und für die Verarbeitung von gesammeltem Einweg-PET für Lebensmittelverpackungen genehmigt.

Die supercleane Verarbeitung beinhaltet die Entfernung von flüchtigen Verschmutzungen durch die Beibehaltung/Anhebung der Grenzviskosität (GV). Dieses eigens entwickelte Verfahren umfasst normalerweise eine Kombination aus standardisierten mechanischen Recyclingprozessen und Behandlungen unter Zuhilfenahme von Druck, Katalysatoren und Filtration, um vom Polymer verschleppte Verschmutzungen zu entfernen und die GV zu erhöhen.

Zu den in Europa wirtschaftlich signifikanten Beispielen zählen die mechanischen Recyclingverfahren, die von der United Resource Recovery Corporation (URRC), Cleanaway PET International GmbH, EcoclearTM (Wellman International) angewendet werden sowie das VacuRema-Verfahren (EREMA), die alle von der US-amerikanischen FDA zugelassen wurden und im Einklang mit den Richtlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stehen.

Die neue europäische Plastikverordnung (EC No 282/2008) sieht vor, dass wiederverwertete Plastikstoffe, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, nur aus Verfahren gewonnen werden dürfen, die vorher Gegenstand einer Sicherheitsprüfung der EFSA waren. PET-Recyclingverfahren werden von der EFSA für den Kontakt mit Lebensmittel auf Basis des Bestehens eines so genannten „Challenge Tests“ freigegeben.

Die US-amerikanische Lebensmittelsicherheitsbehörde FDA verwendet diese Methode ebenso bei der Beurteilung von Recycling-Technologien für Plastikmaterialien, die für den Kontakt mit Lebensmitteln gedacht sind. Beim Challenge Test wird das Material einem Cocktail von giftigen Substanzen ausgesetzt, die stellvertretend für die verschiedenen Kategorien an Chemikalien stehen, die von PET absorbiert werden könnten.

Diese Cocktails simulieren Reinigungslösungen, Insektizide oder Unkrautvernichtungsmittel, die sich vor der Wiederverwertung der PET-Flaschen in ihnen befunden haben könnten. Nachdem das Polymer den Ersatzschadstoffen ausgesetzt war, kann das Polymer anschließend recycelt werden.

Eine anschließende Analyse des Polymers auf diese Schadstoffe zeigt dann die Wirksamkeit des Recyclingverfahrens. Verfahren, welche die Schadstoffbelastung unter die akzeptierten Grenzwerte senken, werden als „supercleane“ Verfahren bezeichnet.